Donnerstag, 26. März 2020

Philemon und Baucis (von Ovid)

Eine etwas andere Liebesgeschichte
Frei nacherzählt und interpretiert.

Vorwort
Eine Beschränkung auf das Wesentliche zwischen zwei Menschen, die sich lieben, zusammen alt geworden sind und nur noch einen einzigen Wunsch haben, zeichnet dieses Meisterwerk aus.
Eine Liebesgeschichte, in der das Wort Liebe nicht ein einziges Mal vorkommt.
Es geht mir übrigens nicht darum, Ovids herrliche Verse hier einfach nur zu zitieren. Sie kann jeder ohne große Mühe in allen erdenklichen Sprachen nachlesen. Sondern es gilt, mit dieser allerdings sehr subjektiven Interpretation vielleicht neues Interesse an den auch nach zweitausend Jahren immer noch aktuellen Werken dieses großen Dichters zu wecken.
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Samstag, 21. März 2020

Verrücktes aus aller Welt

Im Libanon ist es erlaubt, Sex mit Tieren zu haben, aber die Tiere müssen weiblich sein. Sex mit männlichen Tieren wird mit dem Tod bestraft.
(ja, so macht das Sinn!)

In Bahrain darf ein männlicher Doktor die Genitalien einer Frau untersuchen, aber es ist verboten sie direkt anzusehen. Er darf nur die Reflektion in einem Spiegel betrachten.
(sieht das spiegelverkehrt irgendwie total anders aus?)

Die Strafe für Masturbation in Indonesien ist Enthauptung.
(viel schlimmer, als “blind zu werden”!)

Es gibt Männer in Guam, deren Ganztagsjob es ist, durchs Land zu fahren und Jungfrauen zu deflorieren. Die dafür bezahlen, zum ersten Mal Sex in ihrem Leben zu haben.
Der Grund dafür: in Guam ist es streng verboten, als Jungfrau zu heiraten.
(lasst uns kurz darüber nachdenken, für eine Minute; gibt’s irgendwo auf der ganzen Welt noch einen Job, der dem nahe kommen würde?)

Sonntag, 8. März 2020

Alte Menschen am Ende ihres Lebens

Warten! Warten! Warten! Warten!
 


















©Copyright by Fred Lang

Achtundneunzig Jahre
Fünfunddreißigtausendsiebenhundertsiebzig Tage
Achthundertachtundfünfzigtausendvierhundertachtzig Stunden
Einundfünfzigmillionenfünfhundertachttausendachthundert Minuten
Dreimilliardenneunzigmillionenfünfhundertachtundzwanzigtausend Sekunden




Sonntag, 1. März 2020

Von Tauben, Falken und Granaten

 Selbstreproduzierende Kleinflugkörper. Horror-Vision einer neuen Wunderwaffe!


Ausgerechnet die Brieftaube, seit urdenklichen Zeiten ein Symbol des Friedens und der Liebe, soll in naher Zukunft zu militärischen Zwecken eingesetzt werden.
Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, plant ein Staat, der in Bezug auf die Anwendung von Massenvernichtungswaffen zur Durchsetzung seiner Machtansprüche noch nie Skrupel gekannt hat, künftig in großem Stil den Einsatz von Brieftauben.
Hinter vorgehaltener Hand wird von zunächst eintausend so genannten "Kleinkalibrigen Marschflugkörpern" gemunkelt. Oder KM, wie es im Militärjargon knapp und bündig heißt.
Normalerweise kehren Brieftauben nach ihren Ausflügen immer zu ihren heimischen Verschlägen zurück. Fieberhaft wird nun in geheimen Forschungslabors daran gearbeitet, dieses Verhalten zu eliminieren, weil aus bestimmten Gründen eine Rückkehr nicht wünschenswert ist und im Falle einer Zündverzögerung fatale Folgen für die eigenen Streitkräfte zu erwarten wären.

Sonntag, 23. Februar 2020

Meine ganz speziellen Ringelnatzseiten (Teil 2)

Allerneueste Forschungsergebnisse!

Bumerang
Von Joachim Ringelnatz

War einmal ein Bumerang
War ein Weniges zu lang.
 
Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.

Publikum - noch stundenlang -
Wartete auf Bumerang.
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Zwischen Skagerrak und Kattegat, an der Nordspitze Dänemarks, liegt die schmale Halbinsel Grenen. Hier prallen die Wellen von Nord- und Ostsee bei den dort oft herrschenden starken Winden mit großer Wucht aufeinander und auch die starke Strömung ist äußerst gefährlich.
Eine Wattlandschaft in ständigem Wechsel: mal Land, mal Wasser!

 

Copyright by Fred Lang




Sensationeller Fund!
Copyright by Fred Lang 
 
Als Landeplatz für den verschwundenen Bumerang aus dem gleichnamigen Gedicht von Joachim Ringelnatz ist diese geheimnisvolle und unwirklich anmutende Gegend wie geschaffen. Und immerhin bis hierher ist das um "ein Weniges zu lang" geratene Wurfgeschoss geflogen. Jetzt wird auch klar, warum seine Rückkehr zum Ausgangspunkt seinerzeit nicht möglich war.

Donnerstag, 20. Februar 2020

Meine ganz speziellen Ringelnatz-Seiten (Teil 1)

Allerneueste Forschungsergebnisse!

  Logik
Von Joachim Ringelnatz
 
Die Nacht war kalt und sternenklar,
da trieb im Meer bei Norderney
ein Suahelischnurrbarthaar.
Die nächste Schiffsuhr wies auf drei.
Mir scheint da mancherlei nicht klar,
man fragt doch, wenn man Logik hat,
was sucht ein Suahelihaar
denn nachts um drei am Kattegat?
 


Das von Literaturwissenschaftlern bisher als rein fiktiv eingestufte Suahelischnurrbarthaar aus dem Gedicht "Logik" von Joachim Ringelnatz wurde am Strand der Insel Norderney von mir bei einem Spaziergang entdeckt! 
Übersät mit in der Morgensonne glitzernden Wassertropfen lag es - zu einem Fragezeichen geringelt - auf einem flachen Stein. Dies könnte ein bedeutsamer Hinweis darauf sein, dass auch das Haar selbst nicht wusste, was es all die Jahre eigentlich im Meer zu suchen hatte. Eine Haar-Analyse ergab übrigens keine Drogenrückstände! So bleibt die Frage nach dem Motiv wohl für immer ein Geheimnis. Logisches Denken ist sowieso nur selten der richtige Weg, um ein Rätsel zu lösen und kann, wie im vorliegenden Fall, sogar in die Irre führen. Ich bitte, diese Anmerkung aber keinesfalls als Kritik an der doch sehr verständlichen Neugier des von mir hochverehrten Dichters aufzufassen. 
Experten für Völkerkunde haben inzwischen die Echtheit des Fundes bestätigt. Zur Zeit liegt das von dem weltbekannten Hairstylisten Alfredo Longo äußerst schonend gewaschene und geföhnte Prachtexemplar einbruchsicher in meinem Safe. Auf künftigen Buchmessen in Frankfurt und Leipzig wird es einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert, bevor es dann bei SOTHEBY'S in London endgültig versteigert wird. 
Gebote können aber auch schon jetzt bei mir abgegeben werden!
 Copyright by Fred Lang 
Meine E-Mail-Adresse:
post@fred-lang.de


Wehmütiger Kommentar einer von mir sehr geschätzten Dichterfreundin aus dem fernen Griechenland: